PFAS - Ein Problem das keine Grenzen kennt


Sie sind unsichtbar, langlebig und längst Teil unseres Wasserkreislaufs: PFAS, die sogenannten Ewigkeitschemikalien. Besonders beschäftigt uns dabei die Trifluoressigsäure, kurz TFA. Sie ist äusserst stabil, sehr gut wasserlöslich und in der Umwelt praktisch nicht abbaubar.
Ein Vorstoss für eine Vorsorgefinanzierung ist für unsere Fraktion dennoch nicht der richtige Weg. Denn wer wirksame Lösungen finden will, muss zuerst verstehen, woher die Belastung kommt.
Die Quellen sind vielfältig: TFA entsteht unter anderem aus Kälte- und Treibmitteln, Pflanzenschutzmitteln und Arzneimitteln sowie aus industriellen Anwendungen. Ein Teil gelangt über die Atmosphäre und schliesslich mit Regen und Schnee zurück auf unsere Böden und in unsere Gewässer. Ein anderer Teil wird direkt über belastete Böden und Abwässer eingetragen.
Besonders nachdenklich stimmt die Entwicklung: Die TFA-Konzentrationen im Niederschlag haben sich in der Schweiz innerhalb der vergangenen drei Jahrzehnte mindestens vervierfacht.
Heute lässt sich TFA praktisch flächendeckend im Schweizer Grundwasser nachweisen.
Dabei gibt es nicht den einen Verursacher. Schweizweit spielt der Eintrag über die Atmosphäre eine bedeutende Rolle. Auf Ackerflächen und im darunterliegenden Grundwasser wiederum ist der Eintrag aus Pflanzenschutzmitteln besonders relevant. Industrie, Landwirtschaft, Konsum und Politik sind gefordert.
Wir brauchen Lösungen, die dort ansetzen, wo diese langlebigen Stoffe entstehen und in unsere Umwelt gelangen. Dieser Beitrag erschien in der Monatszeitschrift "EDU-Standpunkt" im Oktober 2026.


