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Ich sage Nein zur Ernährungsinitiative

  • Autorenbild: Bruno Martin
    Bruno Martin
  • 18. Aug.
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Aug.


Ich begrüsse die Forderung der Initiative, den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen. Ihn zu halten oder bei rund 50 % zu stabilisieren, scheint mir jedoch realistischer. In Anbetracht der Forderungen nach mehr Biodiversität und mehr Gewässerräumen sowie der Tatsache, dass die Bevölkerung in der Schweiz wächst, ist diese Initiative nicht zielführend.


Unsere EDU-Fraktion ist mit dem höchsten Anteil an Bio-Suisse-Produzenten im Rat vertreten. Daher sind wir uns der Verantwortung für sauberes Trinkwasser, die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität sehr bewusst. Der entscheidende Faktor für nachhaltige Lösungen in der Ernährungswirtschaft ist jedoch der Konsum. Was eingekauft und verzehrt wird, bestimmt letztlich, was in der Schweiz produziert oder aus anderen Ländern importiert wird.


Die Belastung unserer Wasserkreisläufe, vor allem durch PFAS-Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln, die in der Schweiz grösstenteils verboten sind, gelangt zu rund 70 % über Niederschläge aus aller Welt zu uns. Daher plädiere ich erneut dafür, die wichtigsten Lösungsansätze beim Konsum, beim Handel, bei der Bildung sowie bei der Innovation in der produzierenden Landwirtschaft zu suchen.


Das Potenzial einer nachhaltigen Produktion mit einer Optimierung der pflanzlichen Eiweissproduktion sehe ich nur im Zusammenspiel von Produktion, Bildung und Konsum.


Wichtig finde ich auch, die Belastungen und Nachteile importierter Lebensmittel in Betracht zu ziehen.


Die produzierende Landwirtschaft in der Schweiz kann Lebensmittel noch umweltfreundlicher herstellen. Dabei muss die Wertschöpfung über den Preis erzielt werden und als Investition in Böden und Strukturen einfliessen können. Das ist aus meiner Sicht der richtige Weg, um unter Einbezug und in der Verantwortung sämtlicher Akteure im Nahrungskreislauf gerechte und faire Betriebsstrukturen zu fördern.


Deshalb lehne ich diese Ernährungsinitiative klar ab.

 
 
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